An der Förderschule „Wilhelm Busch“ in Wasserleben werden Schüler und Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung beschult.

Kinder und Jugendliche, die „uns Probleme bereiten, haben Probleme“ und benötigen daher eine der Lebenssituation entsprechende Reaktion in Form einer gezielten Begleitung. Dabei gibt es für sie schwierige Entwicklungsphasen, in denen eine äußerst umfassende und spezifische Förderung notwendig ist, um Stabilisierung und Entwicklung überhaupt wieder zu ermöglichen.

Beeinträchtigungen in der emotionalen und sozialen Entwicklung lassen sich u.a. nach zeitlichem Umfang, Intensität und situationsspezifischen Besonderheiten differenzieren. Der Schweregrad des auffälligen Verhaltens erfordert eine gestufte pädagogische Unterstützung auf der Grundlage einer diagnosegeleiteten Bildungs-, Erziehungs- und Förderplanung sowie auch eine medizinische (kinder- und jugendpsychiatrische) Abklärung.

Gravierende Gefühls- und Verhaltensstörungen machen überdeutlich auf eine emotionale Notlage aufmerksam, welche die Entwicklung nachhaltig gefährdet; sie sind zugleich eine unbewusste oder auch mehr oder weniger bewusste Strategie, intra- und interpersonale Konflikte zu bewältigen. Vor allem externalisierte soziale Störungen (z.B. aggressive Verhaltensweisen, mangelnde Impulskontrolle, Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörungen) oder internalisierte Störungen (z.B. Rückzugsverhalten, Ängstlichkeit, Depressionen) sind Symptome einer erheblichen Entwicklungsbelastung.

Erst eine differenzierende Diagnostik erlaubt, diese „Verstörungen“ zu analysieren, um die realen pädagogischen Bedarfslagen dieser Kinder und Jugendlichen deutlich zu machen. Nach einer entsprechenden fachärztlichen Diagnostik bestimmen folgende Diagnosen typischerweise die Auffälligkeitssymptomatik unserer Schülerinnen und Schüler:

  • Aufmerksamkeitsdefizit- (und Hyperaktivitäts)störungen
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen
  • Reaktive Bindungsstörungen
  • Emotionale Störungen (Angststörungen und depressive Störungen)
  • Asperger Autismus / atypischer Autismus / Autismusspektrumsstörung
  • Mutismus
  • Teilleistungsstörungen.